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Komplex ist nicht gleich kompliziert
SELBSTORGANISATION
Die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten eines komplexen Systems können strukturierte Muster erzeugen. Dieses Phänomen wird dann als Selbstorganisation bezeichnet, also Struktur ohne zentralen Antrieb oder externe Steuerung.
Im Gegenteil, die Steuerung eines selbstorganisierenden Systems ist über die Komponenten verteilt und wird durch ihre Interaktionen integrativ bewirkt. Selbstorganisaiton kann physikalische Strukturen ausbilden, z.b. Kristalle, Organe, aber auch dynamische Verhaltensmuster wie das Schwarmverhalten. Die Systeme gewinnen an Ordnung während des Prozesses, neue Interaktionen können entstehen und die Komplexität des Systems weiter anwachsen lassen.
Beispiele:
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Zellteilung lässt komplexe Organismen entstehen
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Dörfer werden zu Städten, die immer weiter wachsen
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Vogelschwärme
Relevante Konzepte:
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Schwarm
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Muster
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Selbstähnlichkeit
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Selbstorganisation
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Dezentrale Steuerung.
Ernüchternde Halbzeitbilanz
Der jährliche SDG (sustainable development goals)-Fortschrittsbericht des UN-Generalsekretärs erschien im Mai 2023 als Sonderausgabe zur „Halbzeit“ der Agenda 2030. Die Auswertung zeichnet ein düsteres Bild: Die Weltgemeinschaft ist demnach weit davon entfernt, ihre selbst gesteckten Ziele im Kampf gegen Armut, Hunger und Ungleichheit zu erreichen. In einem dringlichen Appell ruft UN-Generalsekretär António Guterres daher die Regierungen weltweit auf, ihre Anstrengungen zur Umsetzung der Agenda 2030 umgehend und deutlich zu verstärken.